Es ist spät! Morgen muss ich früh raus, mal wieder!
Und dennoch ist heut der Wunsch da zu schreiben!
Das Gute ist: das Internet ist gross, weit und vorallem Anonym! Und so schreibe ich, was ich unter normalen Umständen nie schreiben würde. Heute ist ein schlechter Tag, so jedenfalls sehe ich ihn. Auch wenn ich nach den jüngesten Ereignissen jeden Tag den mal lebend erleben darf als einen guten Tag ansehen müsste, aber das ist ein anderes Thema! Jetzt und hier soll ein anderes Thema im Mittelpunkt stehen, ja, ich bin egoistisch, das wurde mir schon des Öfteren vorgehalten!
Ich gestehe!
Ja, ich bin ein Weichei!
Ja, ich bin ein Weichei, das sich gerne im Selbstmitleid suhlt!
Und wie bereits erwähnt, heute ist so ein Tag dafür!
Ein leidiges Thema, die Liebe! Wohl dem der sie hat! Ich gönne es einem jedem. Na gut, fast jedem! Aber manchen ganz besonders! Auch wenn es mir vergönnt bleibt sie derzeit erleben zu dürfen. Und genau da liegt das Problem.
Ich fühle mich, gerade jetzt, wo es auf Weihnachten, dem Fest der Liebe, zugeht, alleine! Der Gedanke an dieses "Fest" lässt mich schauern. In mir entsteht der Drang zu flüchten. Vor Weihnachten, vor den Glücklichen und vorallem auch vor mir selber. Wie gesagt heute ist so ein Tag an dem ich mich alleine fühle, das Gefühl habe nie jemanden finden zu können. Nie diese eine Person zu treffen, mit der das Leben wieder lebenswert wird, mit der es Spass macht gemeinsam aufzuwachen, einzuschlafen, und die Zeit dazwischen zu verbringen.
Ja es ist ein Tag bzw. ein Abend, an dem ich hemmungslos weine! Taschentuch um Taschentuch fülle, den Tränen freien Lauf lasse und mich dazu noch in eben diesem schon erwähnten Selbstmitleid zu suhlen. Doch es gibt so Tage an denen einem das extremst leicht fällt.
Es sind diese Tage an denen ich den Glauben an die Liebe verliere! Es sind die Tage an denen man sich fragt, ob es eine gewisse Anzahl an Chancen gibt, und wenn man sie versaut, es das war.
So war eine der Chancen eine Frau die ich liebte. Es war schön mit ihr zusammen zu sein, solange wie es eine Beziehung ward, die nur am Wochenende statt fand. Es war schön sich auszumalen wie es sein könnte, wenn man zusammen lebt. Jeden tag zusammen verbringen kann. Doch es war nur so lange schön, wie eben diese Treffen und Wiedersehen an Wochenenden statt fanden. Doch als diese Zeit zu Ende war, und es eine Zeit hätte geben können, die man komplett zusammen hätte gestalten können, fiel mir und vielleicht auch ihr auf, das es das nicht ist bzw war, was beide wollten. Einer bewegt sich und der andere nicht, das war nicht das was mir vorschwebte. Und so endete alles, als es hätte richtig beginnen können.
Dann war da noch die Frau die mich liebte, und die ich wirklich mochte! Ja wer weiss, vielleicht auch mehr.
Aber auch hier war die Entfernung, und sie war ungleich grösser als die erste. Selbst eine Wochenend Beziehung war ein Glückslos gegen diesen Zustand. Man nutzte das Internet, das Telefon, so gut es eben ging. Aber dennoch, manchmal sind die Kilometer einfach ein Grund der den einen hindert und den anderen anspornt.
So warf ich die Flinte ins Korn. Zu voreilig, zu einem ungünstigen Zeitpunkt, feige, müde von den vielen vielleichts waswärewenn und wäreesnichtschönwenn. Nicht bereit zu opfern, nicht bereit zu leiden, nicht bereit zu ich weiss nicht was alles noch nicht. Verdammt wurde ich dafür! verdammt habe ich mich selber so manchesmal dafür! Mich für meine Dummheit und meine Feigheit gerügt!
Doch das alles hilft nicht weiter! Zu häufig sind Momente wie diese in denen ich mich frage was ich nicht alles falsch gemacht habe, und was hätte alles sein können. Nur weil ich meinen Prinzipien gefolgt bin. HA, lächerlich! Manchmal sollte man über seinen eigenen Schatten springen, manchmal muss man ein Arschloch gegenüber sich selsbst und anderen sein! So wie es aussieht ist das Arschloch sowieso die Person die von allen bevorzugt wird.
Wenn man sich manche Partnerschaften ansieht, dann fragt man sich doch echt! Braucht ein Mann das Arschloch Gen um dem anderen Geschlecht zu gefallen?
Fragen die einem nach einem Abend allein zu hause kommen können. An einem Abend, an dem man seinen Trost in jenem köstlichen Getränk sucht, das sich prickelnd ins Glas ergiesst, und das so manches Mal Auslöser für die Alkohol-Depri-Phase war und sein wird. Aber was solls. Es ist ja (ausser einem selber) keiner da, der einem einen Vorwurf machen könnte. Es bekommt ja keiner mit! Es sei denn man ist so bescheuert und steht, nachdem man sich schon hingelegt hat, nochmal auf, startet den Rechner und beginnt wild drauf los zu tippen.
So kann es halt manchmal kommen! Und heute ist so ein Abend! Ein Abend, an dem ich die Taschentuch Produzenten reich machen möchte! Ein Abend nach dem die Brille genauso oft geputzt werden muss wie die Nase ob der Tränen die darauf getropft sind.
Wie gesagt, ich bin ein Weichei! Und ich liebe es mich im Selbstmitleid zu suhlen.........